Sammlung Viktor und Marianne Langen
Die Sammlung Viktor und Marianne Langen hat ihren Ursprung in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts und umfasst heute rund fünfhundert Werke japanischer Kunst und etwa dreihundert Werke der Moderne.
Die Japan-Sammlung
Viktor Langen reiste seit den frühen sechziger Jahren geschäftlich nach Japan. Fasziniert von allen Hochkulturen, packte ihn die Liebe zur Kunst Japans. Als erprobter und leidenschaftlicher Kunstsammler, mit guten Kontakten und einem Dolmetscher ausgestattet, suchte und fand er die wenigen Händler und Galeristen für japanische Kunst in Japan.
Es entstand eine Sammlung, die in Umfang und Qualität einzigartig in Europa ist und repräsentativ für die japanische Kunst vom 12.-19. Jahrhundert. Zu der Sammlung zählen Rollbilder, Stellschirme und Skulpturen.
Eine erste umfassende Ausstellung der Japan-Sammlung fand 1998/99 mit dem Titel „Herbstwind in den Kiefern" im Kölner Museum für Ostasiatische Kunst statt. Anschließend war sie in der Kunsthalle Tübingen, im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, und in verschiedenen Museen Japans zu sehen.
Sammlung der Moderne
Die Sammlung „Malerei des 20. Jahrhunderts“ (Viktor Langen) umfasst Werke beinahe aller wichtigen und berühmten Künstler des letzten Jahrhunderts. Die Strategie, die das Sammlerehepaar verfolgte, war einfach und klar: Sie wollten „das Heutige sammeln“ (Viktor Langen) und Werke, die sie spontan beeindruckten. In diesem Sinne konzentrierten sie sich zunächst auf die Expressionisten, die Viktor Langen schon als Schüler faszinierten.
Am Beginn der heutigen Sammlung stehen ein Jawlensky und eine Ölskizze von Fernand Léger, die sie im Düsseldorfer Kunstverein entdeckten. Es folgten u.a. Werke von Paul Klee, Mark Tobey, Alex Colville, Max Ernst, Salvador Dali, Piet Mondrian, Emilio Vedova, Fernando Botero, Domenico Gnoli, Jean Dubuffet, Pablo Picasso und Paul Cézanne.
Die Sammlung Langen gilt in ihrer jetzigen Form als abgeschlossen. Mit der Eröffnung der Langen Foundation setzt die Familie das Erbe von Viktor und Marianne Langen fort.
