Tradition und Moderne im Dialog

aus der Sammlung von Viktor und Marianne Langen

7. Oktober 2007 - Ende Dezember 2008

Buddhismus, Jainismus und Hinduismus stehen in diesem Herbst im Mittelpunkt der Ausstellung »Das Gottesbild in Ostasien« in der Langen Foundation:Vom 7. Oktober 2007 bis zum 27.April 2008 werden Skulpturen von Göttern in Bronze und Stein aus der Sammlung von Viktor und Marianne Langen in dem von Tadao Ando entworfenen Gebäude zu sehen sein. Die Auswahl aus der Privatsammlung konzentriert sich auf Kunstwerke aus Indien, Kambodscha und Thailand.

Als Viktor und Marianne Langen begannen Kunst zu sammeln, konzentrierten sie sich zunächst auf die Klassische Moderne sowie die traditionelle Kunst Japans. Erst als sie 1959 nach Indien reisten, begann eine lebenslange Leidenschaft für die Ausdrucksformen des Buddhismus, Jainismus und Hinduismus. Die Ausstellung »Das Gottesbild in Ostasien« zeigt nun ausgewählte Kunstwerke der drei aus dem Indischen Subkontinent hervorgegangenen Religionen.

Bereits 2005–2006 im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln unter dem Titel »Buddhisten, Jainas, Hindus. Auf der Suche nach dem Gottesbild« zu sehen, eröffnet nun die neue Ausstellung in der Langen Foundation den Blick auf die Bedeutung und den Einfluss der Gottesbilder dieser drei Religionen. Die Direktorin der Langen Foundation, Dr. Chrysanthi Kotrouzinis, erklärt zu dem Konzept dieser jüngsten Präsentation: »Durch die Auswahl einiger der prominentesten Werke aus der Sammlung erlaubt die neue Schau eine intimere Auseinandersetzung mit den Exponaten. « Die rund 45 Skulpturen aus Bronze und Stein sind Repräsentationen der historischen Persönlichkeiten des Buddha und des Mahavira, den Begründern des Buddhismus und des Jainismus, und werden ergänzt mit religiösen Darstellungen des Hinduismus. Die Ausstellung legt den Fokus auf die Jahrhunderte umfassenden Hauptströmungen der indischen Religionen auf ihrer Suche nach einem Gottesbild, das sich im Laufe der vergangenen zwei Jahrtausende permanent verändert hat. Die Kräfte der Modifikation,Transformation und Adaption religiöser Kunst im Bezug auf sich wandelnde geographische, historische und ethnische Rahmenbedingungen erlauben einen Einblick in die Art und Weise, in der Kunst und Religion die Kultur und die Gesellschaft in ganz Asien verändert haben. Gleichzeitig einflussreich und doch auch beeinflussbar, drücken die Religionen ihren jeweiligen Glauben durch Darstellungen aus, die durch ihre Ruhe und Ästhetik beeindrucken. Die Ausstellung ermöglicht darüber hinaus eine Verständigung zwischen Kulturen und Religionen, die gar nicht so weit von Gründer-Religionen wie Christentum und Islam entfernt sind. »Die Idee einer kulturübergreifenden Verständigung, die Viktor und Marianne Langen am Herzen lag treibt uns noch heute an«, sagt Kotrouzinis über die Arbeit der Langen Foundation wie sie sich anhand der Ausstellung »Das Gottesbild in Ostasien« zeigt.

Der ursprünglich vom Rautenstrauch-Joest-Museum bearbeitete Ausstellungskatalog, liegt nun in einer zweiten, neu gestalteten, zweisprachigen und reich bebilderten Ausgabe vor. Er befasst sich nicht nur mit den kunsthistorischen Aspekten, sondern bietet auch Hintergrundinformationen zu den Religionen, ihren Vorstellungen, ihrem Glauben und ihren Traditionen. So präsentiert die Ausstellung »Das Gottesbild in Ostasien« herausragende Kunstwerke aus Indien, Kambodscha und Thailand und vermittelt zudem den historischen Zusammenhang der Entwicklung von Buddhismus, Jainismus und Hinduismus.

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